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GIST PREIS 2010

Die GIST-Gruppe vergibt unter anderem einen jährlichen Preis an Organisationen oder Personen, die sich für dieses Ziel einsetzen. Ausgezeichnet werden Vorträge, Publikationen, Podiumsdiskussionen, wissenschaftliche oder gesellschaftsrelevante Projekte. Der Preis ist mit 10 000 Franken dotiert und wird aus dem Nachlass von Dr. Ulrich Schnorf, dem Gründer der GIST-Gruppe, gestiftet.
GIST Preis 2010

Zwei Schweizer Krebsforscher erhalten GIST-Preis

 

Bern, 25. November 2010 -

Die GIST-Gruppe Schweiz, eine Organisation für Patienten mit Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), hat erstmals einen Wissenschaftspreis von 10 000 Franken verliehen. Sie hat damit Michael Montemurro und John Prior ausgezeichnet, die am Waadtländer Universitätsspital (CHUV Lausanne) wichtige Erkenntnisse zur Therapie von GIST gewonnen haben.

 

Die beiden Forscher nahmen den Preis heute Morgen an der Halbjahresversammlung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK) in Basel entgegen. Sie sind beide im Forschungsnetzwerk der SAKK tätig.

 

Mit dem GIST-Preis zeichnet die GIST-Gruppe Schweiz jährlich besondere wissenschaftliche Arbeiten aus, die zur Verbesserung der Therapie von Gastrointestinalen Stromatumoren beitragen. Entscheidend ist dabei der grösstmögliche Nutzen für die Patienten.

 

Michael Montemurro hat den Preis für seine Publikation «Nilotinib in the treatment of advanced gastrointestinal stromal tumours resistant to both imatinib and sunitinib» im European Journal of Cancer erhalten. Er hat nachgewiesen, dass das Medikament Nilotinib als Drittlinientherapie bei GIST wirksam und verträglich sein kann, wenn Patienten gegen die Medikamente Imatinib und Sunitinib resistent sind.

Eine Zusammenfassung finden Sie hier: PDF Montemurro [PDF, 35,46 KB] 

 

John Prior konnte zeigen, dass eine Positronen-Emissions-Tomographie (FDG-PET) unmittelbar vor und vier Wochen nach der Behandlung mit Sunitinib zuverlässig voraussagt, wie der Patient auf die Therapie anspricht und wie deren weiterer Verlauf ist. Seine Publikation «Early prediction of response to sunitinib after imatinib failure by 18F-fluorodeoxyglucose positron emission tomography in patients with gastrointestinal stromal tumor» ist im Journal of Clinical Oncology erschienen.

Eine Zusammenfassung finden Sie hier: PDF Prior [PDF, 24,05 KB] 

 

Gastrointestinale Stromatumoren sind eine seltene Krebserkrankung des Magen-Darmtrakts. Sie gehören zu den Sarkomen, einer Gruppe von bösartigen Tumoren, die in Bindegewebe, Knochen und Muskeln vorkommen. Als Non-Profit Organisation führt die SAKK auch Studien im Bereich solch seltener Krebserkrankungen durch.

 

 

Medienkontakte:

Prof. Urs Metzger, Vorsitzender Preiskomitee GIST-Gruppe

u.metzger@uitikon.ch

+41 44 492 04 24

 

Dr. Peter Brauchli, Direktor SAKK

peter.brauchli@sakk.ch

+41 31 389 92 96

 

 

Publikationen

Montemurro M, Schöffski P, Reichardt P, Gelderblom H, Schütte J, Hartmann JT, von Moos R, Seddon B, Joensuu H, Wendtner CM, Weber E, Grünwald V, Roth A, Leyvraz S.

Nilotinib in the treatment of advanced gastrointestinal stromal tumours resistant to both imatinib and sunitinib. Eur J Cancer. 2009 Sep;45(13):2293-7. Epub 2009 May 19.

 

Prior JO, Montemurro M, Orcurto MV, Michielin O, Luthi F, Benhattar J, Guillou L, Elsig V, Stupp R, Delaloye AB, Leyvraz S.

Early prediction of response to sunitinib after imatinib failure by 18F-fluorodeoxyglucose positron emission tomography in patients with gastrointestinal stromal tumor. J Clin Oncol. 2009 Jan 20;27(3):439-45. Epub 2008 Dec 8.

 

 

 

 

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