Wie erging es den 21 GIST Patienten in der französischen Phase II Studie mit Masitinib als möglicher, neuer Firstline-Therapie bei GIST?
8. Masitinib in der Firstline = Standardtherapie bei GIST?
Abstract 10025 (B. N. BUI, Frankreich)
Preliminary efficacy and safety results of Masitinib administered front line in patients with advanced GIST.
Diese Phase II Studie mit Masitinib mesylate als Firstline-Therapie (also als mögliche Standardtherapie) untersucht die vorläufige Wirksamkeit und Sicherheit von Masitinib an 21 GIST-Patienten. Die Gruppe wurde bis dato durchschnittlich 7,6 Monate beobachtet. Masitinib mesylate (MM; AB1010) ist ein Tyrosinkinasehemmer, der in vitro, (im Labor) eine höhere Wirksamkeit vor allem gegen den Wild-Typ c-Kit-Rezeptor zeigte als Imatinib. MM hemmt ebenfalls die Rezeptoren PDGF und FGFR3. Eine Phase I Studie hatte die Sicherheit und Verträglichkeit bei Patienten mit verschiedenen Tumorarten gezeigt. Diese Hinweise führten zu der multizentrischen Phase-II-Studie: 26 GIST-Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem GIST, die nicht mit Imatinib behandelt wurden, nehmen seit Oktober 2006 7,5 mg Masitinib/kg/Tag. Vorläufige Ergebnisse liegen derzeit von 21 der 26 Patienten vor. Nach durchschnittlich 9 Monaten zeigten 52,4% ein Teil-Ansprechen auf die Therapie, 38% waren stabil, 9,5% hatten einen Rückfall. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Kraftlosigkeit, Wassereinlagerungen, Muskelkrämpfe, Schwindel, Bauchschmerzen, Ausschläge, Durchfall und Übelkeit.
