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Jährlich finden in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehrere Hundert Klinische Studien mit mehreren Tausend Patienten für viele Indikationen statt. Klinische Studien sind kontrollierte wissenschaftliche Testprogramme. Sie sollen helfen, die Wirksamkeit und die Effektivität neuer Substanzen - also möglicher neuer Medikamente festzustellen. Viele erfolgreiche Therapien sind das direkte Ergebnis klinischer Studien wie z.B. auch Glivec®. Leider führt die Annahme, Studien seien „Experimente" noch immer dazu, dass z.B. in den USA nur 5% aller Krebspatienten daran teilnehmen. Sehr oft haben neue Substanzen bereits gezeigt, dass sie besser sind als bestehende Therapien. Sie werden dann weiter getestet um zu sehen, um wie viel besser sie sind als etablierte Therapien. Klinische Studien können u.U. für Krebspatienten eine Frage des Überlebens sein.

Viel versprechende Substanzen und Therapien gegen Krebs werden derzeit im deutschsprachigen Raum in klinischen Studien untersucht. Die Zulassung von Glivec® für CML und GIST führt zur Entwicklung von immer mehr zielgerichteten Krebstherapien (Target optimized drugs). Diese bekämpfen zielgenau nur die Tumorzellen und nicht auch gesunde Zellen wie z.B. bei den klassischen Chemotherapien. Neue, moderne Krebstherapien zeigen mehr Wirksamkeit und Effektivität und weniger negative Beeinflussung des Gesamtzustandes des Patienten wie z.B. extreme Nebenwirkungen.

Mit Glivec® (Imatinib) konnten bisher gute Ergebnisse in der Therapie von inoperablen und metastasierten GIST erzielt werden. Etliche Patienten profitieren mittlerweile 8 Jahre von der Imatinib-Therapie. Mit dem Medikament Glivec® werden derzeit hauptsächlich neoadjuvanten Studien und adjuvante Studien angeboten.
Bei anderen Patienten reagieren die Tumoren weniger gut auf Glivec® oder es kommt nach einer gewissen Zeit zum Progress (Rezidiv) - also zum Fortschreiten der Erkrankung. Ist keine Wachstumskontrolle durch eine Dosiserhöhung von Glivec® auf 800mg/Tag oder die Gabe des neuen zugelassenen Medikamentes Sutent® (Sunitinib) zu erreichen, kann der Patient möglicherweise in eine klinische Studie zur Rezidivtherapie eingeschlossen werden.

 

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