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ALLGEMEINE GESUNDHEIT

Viele Patienten sind häufig sehr müde. Was können sie tun?

Eine der Hauptnebenwirkungen vor allem bei langfristiger Glivec®-Einnahme ist in der Tat die chronische Müdigkeit, oder das, was man als Fachbegriff „Fatigue" nennt. Das ist eigentlich mehr als nur Müdigkeit. Das ist eher eine allgemeine Abgeschlagenheit, rasche Ermüdbarkeit und geringere Leistungsfähigkeit. Dagegen etwas auszurichten, ist sehr schwer.

Man sollte auf jeden Fall den Hämoglobin (= Hb)-Wert kontrollieren. Denn vor allem nach langfristiger Glivec®-Einnahme kann bei den Patienten auch Blutarmut auftreten. Dann können die Patienten auch deshalb müde sein.

Aber es gibt auch Patienten, die haben einen halbwegs normalen Hb-Wert und sind trotzdem sehr abgeschlagen und müde. Das heißt, Blutarmut ist nicht die alleinige Ursache von Fatigue. Was kann der einzelne tun? Ganz wichtig ist, auf körperliche Aktivität zu achten. Also eben nicht noch längere Ruhepausen machen. Patienten, die sich tagsüber ständig hinlegen, können dann häufig nachts nicht mehr schlafen. Stattdessen sollten die Patienten, körperlich aktiv sein: einfach mal rausgehen, spazieren gehen, vielleicht auch mal schwimmen gehen, einfach versuchen, das beizubehalten, was man vorher auch schon so gemacht hat. Durch dieses körperliche Training, leichte sportliche Betätigung, lässt sich die Fatigue in vielen Fällen dann doch etwas besser in den Griff bekommen

 

(Weitere Tipps: Patientenratgeber, S. 42.)

Was tun bei Kopfschmerzen: welches Mittel verträgt sich mit Glivec®?

Paracetamol und Kombinationspräparate mit Paracetamol sollte man meiden, was aber problemlos genommen werden kann ist beispielsweise Ibuprofen, Aspirin kann man grundsätzlich auch einnehmen.

 

Gerade laufen wieder die Aufrufe zur Grippeschutzimpfung. Können Patienten, die Glivec® nehmen, sich gegen Grippe impfen lassen?

Ja, da spricht überhaupt nichts dagegen. Patienten, die sich impfen lassen wollen, die sollten das tun. Aber wenn ein Patient das nicht möchte oder der Hausarzt das vielleicht nicht empfiehlt, dann ist die GIST-Erkrankung per se auch kein zwingender Grund, es zu machen. Die Entscheidung kann man weitgehend unabhängig von GIST und auch weitgehend unabhängig von Glivec® treffen. Das heißt, so wie man es bisher gehalten hat, so kann man es weiter halten.


 

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